Sprachaufnahme zum Verlaufseintrag: Dokumentation, die mitschreibt

Von Dr. med. Max Haas · · 3 Minuten Lesezeit

Nach jedem Gespräch einen Verlaufseintrag schreiben kostet Zeit, oft am Abend. Eine Sprachaufnahme kann diese Arbeit stark verkürzen. Dieser Artikel beschreibt, wie das in der eigenen Praxissoftware von Max Haas umgesetzt ist.

So funktioniert es

  1. Aufnehmen. Das Gespräch oder ein Diktat wird mit einer App in der Sprechstunde aufgenommen.
  2. In Text umwandeln. Die Spracherkennung läuft lokal auf dem Praxisrechner. Die Aufnahme verlässt die Praxis dafür nicht.
  3. Verlaufseintrag nach fester Vorlage. Aus dem Text entsteht ein Entwurf in der Struktur, die die Praxis vorgibt.
  4. Prüfen und übernehmen. Der Arzt liest den Entwurf, korrigiert und übernimmt ihn in die Akte.

Worauf es ankommt

  • Einwilligung. Patientinnen und Patienten wissen, dass aufgenommen wird, und sind einverstanden.
  • Lokal statt Cloud, wo möglich. Spracherkennung auf dem eigenen Rechner hält die Daten im Haus.
  • Beschreiben, nicht beurteilen. Der Entwurf fasst zusammen, was gesagt wurde. Die ärztliche Beurteilung bleibt beim Arzt.
  • Immer prüfen. Spracherkennung verhört sich, besonders bei Fachbegriffen und Namen.

Was es bringt

Der Verlaufseintrag ist nach dem Gespräch als Entwurf da. Statt neu zu schreiben, wird gelesen und korrigiert. Die Zeit dafür gewinnt man für das, wofür man Arzt geworden ist: das Gespräch.